Welche Daten sollte man nicht in einen KI-Chat eingeben?

Passwörter, Kontonummern, Adressen, Gesundheitsdaten und fremde persönliche Daten gehören nicht in KI-Chats. Die Antwort in einer Minute.

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Die Antwort in einem Satz: Gib nichts in einen KI-Chat ein, das du nicht auch auf eine Postkarte schreiben würdest. Also keine Passwörter, keine Kontonummern, keine vollen Adressen, keine Gesundheitsdaten und keine persönlichen Daten anderer Menschen.

Warum?

KI-Chats verarbeiten deine Eingaben auf Servern des Anbieters. Je nach Anbieter und Einstellung können Eingaben gespeichert, für die Verbesserung der Modelle verwendet oder im Rahmen von Support-Prozessen von Menschen gelesen werden. Was du eintippst, verlässt also dein Gerät. Danach hast du keine Kontrolle mehr darüber. Dazu kommt: Viele Dienste speichern Verläufe. Ein gehacktes oder falsch konfiguriertes Konto macht aus einer harmlosen Anfrage ein Datenleck.

Die konkrete Liste

  • Zugangsdaten: Passwörter, PINs, Sicherheitsfragen, Einmalcodes, Passkeys.
  • Finanzdaten: Kontonummern, IBANs, Kreditkartennummern, Steuer-IDs, Vermögensangaben mit Personenbezug.
  • Identitätsdaten: Vollständiger Name mit Adresse, Geburtsdatum, Personalausweis- oder Reisepassnummern.
  • Gesundheitsdaten: Diagnosen, Medikamente, Arztbriefe im Original. Auch anonymisiert wirkende Details können zurückverfolgbar sein.
  • Daten Dritter: Informationen über andere Menschen, etwa Arbeitskollegen, Familienmitglieder oder Kinder. Deren Daten gehören ihnen, nicht dir.
  • Geschäftliche Geheimnisse: Verträge, Kundenlisten und interne Unterlagen, wenn du nicht sicher bist, dass das erlaubt ist.

Ausnahmen und Grenzen

Es gibt Situationen, in denen die Eingabe sensibler Daten sinnvoll ist. Ein Beispiel: Du willst einen Arztbrief verstehen. Dann gilt: Vorher die Datenschutzeinstellungen des Anbieters prüfen und Verlaufs- und Trainingsspeicherung ausschalten. Die Daten so weit wie möglich anonymisieren. Namen und Geburtsdatum kannst du durch Platzhalter ersetzen, ohne dass die Erklärung schlechter wird. Wer unsicher ist, lässt die Daten ganz weg und beschreibt den Fall allgemein: „Ein 40-jähriger Patient mit wiederkehrenden Kopfschmerzen“ statt Patientendaten.

Der nächste sinnvolle Schritt

Lies einmal die Datenschutzeinstellungen des KI-Dienstes, den du nutzt, und stelle die Verlaufsspeicherung auf das Minimum. Wenn du bereits sensible Daten eingegeben hast: Lösche den Verlauf, und überlege, ob ein Passwortwechsel für betroffene Konten sinnvoll ist.

Ausführlich im Magazin

Mehr zum sicheren Umgang mit KI im Alltag findest du im Artikel „ChatGPT im Alltag: Zehn praktische Anwendungen ohne Technikstress“.

Zum Nachschlagen

Quellen

  • Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik: KI und Datenschutz · BSI · 15. Februar 2026